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Glowmob

Alternative Rock, Electronic Rock, Indie-Rock

Deutschland 50 Köln

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Demosong: MySpace
 

Hymnisch, wild, punkig, LoFi, rockig, noisiger, distanzierter, dann wieder ganz weit nach vorne preschender Gesang, brachiale samples, knarzig bis straighte Beats aus dem Computer, Sounds aus den Untiefen maroder Sampler, zwei Gitarren ein Bass, Trash und sphärische Melancholie the kills treffen auf Velvet Underground, Atari Teenage Riot, Melt Banana, Peaches, ViolentFemmes, Marilyn Manson, Sonic Youth und Otto von Schirach zu einer wilden Orgie. Das Ergebnis: viele kleine Bastarde, die es live zubetaunen gibt und gerade im Studio in Form gegossen wurden.
Mit ihrem Debutalbum legt die Kölner Band Glowmob ein bemerkenswertes, ebenso stringentes wie vielseitiges, eingängiges und gleichzeitig anspruchsvolles Stück Musik vor. Die durchweg tanzbaren Songs bewegen sich irgendwo zwischen Punk, Indie, klassischem Rock, Garage und Elektro, balancieren bisweilen auf der Grenze zum Trash, ohne jedoch ernsthaft abzugleiten. Obwohl vielseitige Einflüsse erkennbar sind (die diesbezügliche Selbstauskunft auf myspace liest sich wie ein who-is-who der Musikgrössen), ist es den vier Kölnern gelungen, einen ganz eigenen Sound heraus zu destillieren, nichts klingt wie abgekupfert oder schon mal gehört. Dabei wird die große Bandbreite sowohl zwischen den verschiedenen als auch innerhalb einzelner Songs, straight-rockige Gitarren treffen auf teils knarzige, teils psychedelisch-sphärisch anmutende Elektropassagen, von der außergewöhnlichen, wunderbar schnodderigen Stimme der Sängerin Bibi Brox zusammengehalten, die mit ihrem hohen Wiedererkennungswert ein zentrales Element des Glowmob-Sounds ist, das bereits beim ersten Hören der Songs hartnäckig ins Ohr geht. Hört man das Album häufiger, fallen die Ausgefeiltheit der Kompositionen, kleine Finessen der intelligenten Texte auf; man schmunzelt, wird nachdenklich, bisweilen traurig. Glowmob bewegen sich mit ihren Songs ein angenehmes Stück entfernt vom Mainstream, ohne jedoch ihre Mainstream-Tauglichkeit zu verlieren und haben mit ihrem ersten, schlicht Glowmob betitelten Album eine Platte geschaffen, die anspruchsvolle, aber nicht anstrengende Weise Spaß macht.


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