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Eisheilig

Gothic Metal, Gothic Rock

Deutschland 58455 Witten

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Das Elysion ([alt]griechisch - das Selige [Feld], lateinisch das Elysieum), ist in der griechischen Mythologie jene „Insel der Seligen" im äußersten Westen des Erdkreises, die vom Okeanos umflossen wird und auf die jene Helden entrückt werden, die von den Göttern geliebt wurden oder denen diese Unsterblichkeit schenkten.

Das Spiel mit religiösen Elementen gehört seit jeher ebenso zu Eisheilig wie tief gestimmte Gitarren, orchestrale Elemente und der markante, sonore Gesang von Hauptsongwriter und Frontmann Dennis Mikus. Mit „Elysium" präsentiert die deutsche Formation ihr fulminantes Drittwerk, das den kraftvoll klingenden Titel in schwere, aber gleichsam sehnsuchtsvolle und melancholische Kompositionen umsetzt. Als Hörer wird man von diesen förmlich in einen Sog gezogen, der in die Tiefen der menschlichen Seele führt. Und dort unten ist es düster, sehr düster sogar...

Gegründet wurde Eisheilig im Jahre 1998. Wenngleich sich die Musiker damals vorwiegend in Szenen wie Punk und Metal zuhause wähnten, entschlossen sie sich, fortan frei von stilistischen Limitierungen Musik zu machen, um ihr Innerstes zum Ausdruck zu bringen. Für die Bandmitglieder Dennis Mikus (Gesang), Till Maiwald (Gitarre), Niklas Peternek (Bass) und Dominik Sapia (Schlagzeug) bedeutet Eisheilig den künstlerischen Ausdruck eines dunklen Zeitalters. Entsprechend geheimnisvoll und tiefgründig gestaltete sich die Musik des Vierers von Beginn an. Das Debüt-Album „Eisheilig" erschien im Mai 2001 und konnte in der Tat Anhänger verschiedenster Szenen begeistern. Zwei Jahre später, im November 2003, wurde das Zweitwerk „Die Garten Des Herrn" veröffentlicht. Darauf ging die Formation bereits deutlich härter und gitarrenlastiger zur Sache und konnte erneut einen Zuwachs an Aufmerksamkeit für sich verbuchen.

Der aktuelle, dritte Longplayer „Elysium", welcher im Mohrmann-Studio (Kreator, Juli, Sportfreunde Stiller, u.a.) in Bochum produziert wurde, stellt eine logische Fortführung der Vorgänger dar, dokumentiert aber ferner eine enorme musikalische Reifung. Dank der hochmodernen Einrichtung des Studios klingen die Songs druckvoller, homogener und breiter. Zusätzlich haben Eisheilig hörbar an der musikalischen Vielschichtigkeit, den dynamischeren Songaufbauten und den klareren Strukturen gefeilt. Entsprechend wirken die ruhigen Momente diesmal stiller und im Kontrast dazu die harten Passagen deutlich druckvoller. Am Ende stehen zehn abwechslungsreiche Songs, die als Einheit zu verstehen sind und die beim Hören nach und nach zahlreiche kleine Details offenbaren.

Nichtsdestotrotz sind Stücke wie „Fährmann", „Lucifer" oder „Märchenreich" dank ihrer kraftvollen Ausrichtung auch in der Lage, die Fans auf der Tanzfläche oder beim Konzertbesuch mitzureißen. Wie von Eisheilig gewohnt, gibt es auch auf „Elysium" starke deutsche Texte, schwere Midtempo-Grooves und wuchtige Gitarren, die sich förmlich ins Gehirn hinein fräsen. Zusätzlich sorgt der ausdrucksstarke, markant-tiefe Gesang für einen ständigen Wechsel zwischen getragener Schwermut und satter Aggression. Thematisch halten es Eisheilig wieder mit Nick Cave, der einmal sagte, „Es gibt nur drei Dinge, über die es sich zu schreiben lohnt: Die Liebe, Gott und den Tod". Dass dieser scheinbar enge Rahmen doch unendlich viel Platz für universelle Gedanken lässt, beweisen die gewohnt tiefsinnigen Texte ein ums andere Mal. Zusammen mit der Musik, den Bandphotos und dem atmosphärischen Albumartwok, welches in Anlehnung an den Künstler Parke Harrison eine surreale Endzeitstimmung transportiert, ergibt dies ein rundum gelungenes Package, das der Band zweifelsohne neue Tore aufstoßen wird.

Nachdem Eisheilig in der Vergangenheit bereits Tourneen mit L´Ame Immortelle und The Vision Bleak absolviert haben, planen sie für „Elysium" ihre Live-Präsenz noch auszubauen – den live ist die Band ohne weiteres im Stande, einen regelrechten Sturm zu entfachen. Mit diesem Album im Rücken sollte dies wahrlich ein Leichtes sein.