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um elf beissen die aale

Jazz, Pop, Chanson (fr.)

Deutschland 63069 Offenbach am Main

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: Darmstädter Echo vom 14. Januar 2008
12.08.2008 04:45
mail@umelfbeissendieaale.de
Wenn die Aale zubeißen

Schloss-Revue: Eine bunte Kleinkunst-Mischung aus Pop, Chanson und Jazz im Rittersaal des Pfälzer Schlosses in Groß-Umstadt, darunter eine glänzende und gewitzte Gruppe aus Offenbach.

GROSS-UMSTADT. Der Rittersaal des Pfälzer Schlosses in Groß-Umstadt ist kein Club. Trotzdem kommt im Jahrhunderte alten Gemäuer manchmal Clubatmosphäre auf. Insbesondere bei der Schloss-Revue, der Fortsetzung von „Kleinkunst im Kuhstall“.

Ein musikalischer Bogen von klassischen Balladen der Pop-Musik bis hin zu fünfstimmigem Satzgesang wurde jetzt im Programm am Freitagabend geschlagen. Das war ein wenig wie Vorgruppe, Top-Act und Nachklang, denn im Zentrum stand eine bis dato in Umstadt ungehörte Offenbacher Gruppe mit dem merk-würdigen Namen „Um Elf beißen die Aale“.

Eingestimmt wurden die rund achtzig Besucher durch Uli (Ulric Wurschy, Gitarre) und Janie (Janie Dixon, Gesang) von „Jigger Jam“ mit klassischen Pop-Balladen, kräftiger Stimme und einer etwas zurückhaltenden akustischen Gitarre. Für den Ausklang sorgte dann das Vokal-Quintett „Venus“ – ebenfalls ziemlich „unplugged“ (also ohne viel elektronische Unterstützung), mit akustischen Gitarren, diversen Rhythmusinstumenten und sauberem fünfstimmigen Satzgesang.

Im Zentrum des Abends standen jedoch die „Aale“, die sogar Hymnen an die eigentlich nicht unbedingt zum Besingen reizende Stadt Offenbach im Repertoire haben. Was sie sonst noch alles zwischen Pop, Chanson und Jazz auf die Bühne zauberten, hat man so wohl noch nicht gehört. Deutsche Texte von literarischer Qualität, weitgehend aus der Feder der Sängerin Stephanie Köhler, wurden umgarnt von Eric Holschuh am E-Piano und später auch von einer überraschend schräg gespielten E-Gitarre, Lutz Jahnke am shuffelnden, knarzenden und grummelnden Schlagzeug sowie Klaus Dengler an seinem wundervoll melodisch gespielten Bass.

Was war das denn nun? Das fragten sich einige Menschen aus dem Publikum irgendwie begeistert nach der Zugabe. Auf jeden Fall eine Musik, die sich dem einfachen Schubladendenken entzieht. Aber, wie eine Zuhörerin einen der Titel kommentierte, „absolut genial“.

Einen Nach- oder Vorgeschmack gibt’s im Internet unter www.umelfbeissendieaale.de. Und die nächste Schloss-Revue gibt’s am Freitag (25.) wieder um 20 Uhr im Pfälzer Schloss – diesmal mit den „Drei Frisören“, „Küchengeplänkel“ und den „Bazement Pilots“.

Klaus Holdefehr
14.1.2008