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aufgelöst: Aktiv von 1980 bis 1984
Fusion (Jazz-Rock), Funk Rock

Deutschland 70734 Stuttgart Fellbach


Demosong: link
 

> Gründungs-Besetzung 1980 von DEFROSTER:
Klaus „Brösel“ Brosowski (Keyboards, backing vocals)
Eberhard „Obe“ Pflüger (Sopran-, Alt- und Tenor-Saxophon)
Marc Lautenbacher (Schlagzeug, Timbales, Percussion)
Andreas „Andy“ Kemmer (Bass, backing vocals)
> Erweiterte Besetzung ab Anfang 1981 mit:
Ursula „Uschi“ Schneider (Lead vocals)

In dieser 5-köpfigen Besetzung nahm die Band ihre erste Langspielplatte im September 1981 auf. Der Studioinhaber Kurt-Jürgen Monninger aus Donzdorf hatte sich einen Jugendtraum erfüllt und sein eigenes Aufnahmestudio in Geislingen eröffnet, das er „Millenium Tonstudio“ taufte (lat. millenium = Jahrtausend). Um die allerneuesten, technischen Möglichkeiten der Ton- und Aufnahmetechnik der 80er Jahre auszuprobieren, gab er der jungen, noch Studio unerfahrenen Rock-Jazz Formation eine fantastische Gelegenheit. Sie durfte dort zwischen dem 7. September und dem 31. Oktober 1981 sechs ihrer besten Titel - plus einem erst im Studio entwickelten Arrangement - kostenlos einspielen. Sogar ein Studiomusiker, der Trompeter Detlef Engelhardt, wurde eingeladen, um einem der DEFROSTER-Kompositionen den letzten Schliff zu geben. Eine großartige Chance, die damals nur wenigen Bands, die ohne Plattenvertrag ganz am Anfang ihrer Laufbahn standen, vergönnt war. Das Album hieß schlicht „DEFROSTER“ und wurde beim Vertex Musikverlag in Freiberg/Neckar unter der Katalognummer RSM 82001 im Frühjahr 1982 veröffentlicht.

Mit einem Repertoire von 15 eigenen, von den Bandmitgliedern selbst verfassten, arrangierten und mit englischen „Lyrics“ selbst getexteten Musikstücken absolvierte die Band dann eine ansehnliche Reihe von Live-Konzerten und Gastspielen im ganzen süddeutschen Raum. Einer der Höhepunkte war ganz ohne Zweifel die Teilnahme der Band beim damals so genannten Sumpf-Festival in Lindau/Bodensee am 3. Juli 1981. Es war eines der ersten Musikfestivals einer Anti-Konsumbewegung der 80er Jahre, offiziell genannt als das „Umsonst & Draussen - Spiel und Musik Prachtfest”, das vom Club Vaudeville in Lindau organisiert worden war. DEFROSTER spielte u.a. mit Embryo, Checkpoint Charlie, Rotglut, Panzerknacker, und vielen anderen Bands vor fast 30.000 Festivalbesuchern.

Die herausragende Besonderheit des Live-Sounds von DEFROSTER war, daß das kleine Ensemble ganz ohne Gitarre auskam, deren Klang in fast allen Bands der 80er Jahre geradezu obligatorisch war. Zudem besaß Klaus Brosowski ein Grand-Piano der Firma Yamaha, ein unglaublich kostspieliges Instrument zur damaligen Zeiten. DEFROSTER war damit eine der ganz wenigen Musikgruppen in ganz Süddeutschland, die bei ihren Auftritten mit dem Sound eines Konzertflügels „Live“ auf der Bühne aufwarten konnte. Zudem war Saxophonist Obe Pflüger ein virtuoser Solist und die Sängerin Uschi Schneider tat ihr übriges mit ihrer sehr souligen Stimme!

Die Stuttgarter Zeitung schreibt in der Vorankündigung eines Gastspieles im Astergarten Hemmingen vom 5. Februar 1982: „Nach nunmehr eineinhalb Jahren sind die fünf Musiker dafür bekannt, daß ihre ausschließlich selbst verfassten Kompositionen und Arrangements nicht nur in die Ohren, sondern auch in die Beine und den Bauch gehen. Die Mitglieder von DEFROSTER beziehen in ihren Sound Elemente der Funk-, Pop- und Rockmusik mit ein, wobei Klaus auf seinen fünf Tasteninstrumenten zusammen mit Obe am Saxophon die Klangstrukturen über die knallige funky-Rhythmik von Andy und Marc auf ganz besondere Weise webt. Die bildet den soliden musikalischen Teppich (übrigens ganz ohne eine Gitarre!) für die ausdrucksstarke Stimme von Uschi, der Sängerin von DEFROSTER. In der Besetzung Klaus Brosowski (Tasteninstrumente, Gesang), Obe Pflüger (Saxophon, Percussion), Andy Kemmer (E-Bässe, Gesang) und Uschi Schneider (Gesang) wollen sie im Jugendtreff die Atmosphäre kräftig „defrosten“.