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Jailbreak

Punk
College Punk Rock

Deutschland 86424 Dinkelscherben

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Drei junge, akustische Schwerverbrecher werden auf Grund musikalischer Vergewaltigung verhaftet. Bei der Verhandlung vor dem Gericht für Lärmangelegenheiten verliest der Soundanwalt folgende Anklageschrift: "Im kommerziellen Julimondstaat ist es nicht gestattet, ehrlichen Punk mit Rock und Emo zu vermischen. Die Dialektik zwischen deutschen und englischen Texten ist untersagt und die Abwesenheit eines Frontmans trägt nicht zum guten Bilde eines Lauschangriffs bei". Das Urteil ist hart, die Jungs werden in Ohropax gelegt und in's "Jail" abgeführt.

Dort angekommen, macht man sich erst mal eine Pulle Gerstensaft auf um sich den Mainstream-Frust von der Seele zu trinken. Doch anstatt von nun an nur noch Trübsal, Tuba oder Blockflöte zu blasen, funktionieren die drei ihre Zelle in einen Rock'n'Roll Proberaum um. Durch das ganze "Jail" dröhnte nun genau die Mugge, die den Stein der Verhaftung in's Rollen gebracht hatte. Doch eben genau das ist Anarchie. Die Jailwärter kollabrieren bald an den melodisch-schnellen, deutsch-englischen, schräg-kritischen Songs. Natürlich waren das erneut Verstöße gegen das Prinzip des Julimondstaates. So kommt es wie es kommen muss: Die Bandbullerei kommt in's "Jail" um für OHRdnung zu sorgen.

Doch die schnauzbärtigen Beamten erstarren beim Anblick des Geschehens: MARKUS L. quält einen fünfsaitigen Bass, was für eine Punkrock-Band eigentlich die Todesstrafe bedeutet. Sein Aussehen gleicht dem eines Calvin-Klein-Feinripp-Unterhosen-Models und da darf man doch nicht so eine wüste Musik spielen, wirklich nicht. Belämmert schweift der Blick der Bandbullerei auf Markus S. Was sie sehen, lässt sie schlichtweg erschaudern, denn der bärtige Gitarrist prügelt dermaßen in seine Klampfe, dass schon mal die Saiten reißen und das Blut in Strömen vom rechten Handgelenk, über den Gitarrenhals auf den Boden tropft.

Das geht doch nur im Gore-Metal weinte ein Beamter und sein Gesicht bleibt ihm stehen: Er zeigt mit erschaudertem Blick auf ANDI K., den Schlagzeuger und Sänger der Band. Kein Frontmann-Gehampel, kein Gepose für die Bravo-Teenies und dieser Unmensch hat Löcher in der Hose und gefärbte Haare. Praktisch alle Gesetze des Julimondstaates werden hier gebrochen und die Bandbullerei ist vor Entsetzen wie gelähmt. So sind nun alle Autoritäten ausgeschaltet und man macht sich daran den anderen Inhaftierten den "Pogo" beizubringen. Jede noch so winzige Zelle wird gerockt und die schrägen Texte der Songs werden von der Meute lautstark mitgegrölt.