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Emerald Edge

Progressive Metal, Progressive Rock

Deutschland 40625 Düsseldorf

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Mit ihrem ihrem Debut "The Mirror Speaks" erschufen Emerald Edge im Jahr 2004 ein musikalisches Konzept aus progressivem Gothic Metal. Thematisch setzt sich das 51 minütige Album mit den Gefahren einer Sucht und deren Folgen auseinander. Auf Anhieb fand man viele Fans, welche die Band tatkräftig unterstützen und begab sich daran, die Stücke live zu präsentieren. Höhepunkte waren hier unter anderem das "Storm Over ME" Festival im Vorprogramm von Xandria und die Teilnahme am Emergenza Festival 2005, wo es die Band bis ins lokale Finale schaffte. Diverse Radioauftritte, u.a. im Hochschulradio Düsseldorf und bei Radio Düsselwelle, sowie Kritiken und Berichte in zahlreichen Magazinen runden den Erfolg der vier Musiker ab. Für die Zukunft haben sie sich einiges Vorgenommen, denn es sind weitere Auftritte in Planung und neue Stücke in Arbeit. Für 2006 ist die veröffentlichung eines neuen Albums vorgesehen.

Was macht Emerald Edge aus? Die musikalische Atmosphäre ist irgendwie düster, melancholisch, aber nicht kalt. Mal wird heftig gerifft, dann aber auch wieder sehr melodiös soliert. Insgesamt stehen Emerald Edge eher auf der melodischen Seite der Dinge. Ruhige Momente und heftige Ausbrüche wechseln sich geschickt ab. Die Gitarren stehen dabei beinahe gleichberechtigt neben den Tasten. Dabei übernehmen die Keyboards sehr schöne pianolastige Zwischenspiele, setzen allerlei unerwartete Akzente und dürfen gar ausführlich solieren. So erhalten die durchweg heftigen Songs einen fast irritierend hohen Anteil an lyrischen Momenten. Das sind diese Momente in denen Emerald Edge wahrhaft eine so selten gehörte organische Mischung aus, ja sozusagen, NeoProg und Metal erreichen. Dabei vermeiden die Musiker eigentlich jegliche Klischees dieser Spielarten. Die Melodieführung der Stücke ist oft eher ungewöhnlich und erinnert irgendwie vage an mittelalterliche Musik oder Folk, allerdings wie gesagt im strikten Heavy-Gewand.
Bass und Schlagzeug bilden eine solide Rhythmus-Fraktion und legen ein stabiles Groove-Fundament. Das Drumming von Andreas Christ ist nicht übertrieben verfrickelt, setzt aber mit kreativen Fills und Breaks an den richtigen Stellen genügend spannende Akzente. Der Bass von Martin Wendler steht ohnehin kräftig mitten im Klangbild und ist sozusagen omnipräsent. Neben der düsteren Grundstimmung sorgt die ausdrucksstarke Stimme der Sängerin Tanja Maul für ein gewisses Gothic-Feeling als weiterem musikalischen Einfluss. Besonders stark sind die Momente, in denen einer der männlichen Bandkollegen den Leadgesang doppelt oder gar mit einer Art Höllen-Grollen konterkariert. Die Gitarrenarbeit von Volker Faas bestimmt im wesentlichen die musikalische Stilrichtung der Band. Seine Stärken liegen in den zwischendurch eingestreuten Melodyleads und den Soli, wo er wirklich gute Ideen vorzuweisen hat.

Begleitet uns auf eine musikalische Reise, die gerade erst begonnen hat.