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Der Bürgermeister der Nacht

Indie-Rock, Indie Pop, Post-Punk
Untergrund, Urban Pop

Deutschland 20 Hamburg

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Demosong: SoundCloud
 

Der Bürgermeister der Nacht ist das neue Bandprojekt von Fynn
Steiner(Die Schmutzige Schönheit der Natur) und Joachim Franz Büchner(Bessere Zeiten).
Gemeinsam sind Fynn& Joachim der Bürgermeister der dunklen Seite
der Stadt. Zusammen herrschen sie mit sezierendem Dichterauge über
Ausgehkultur, über Leidenschaften und Exzess. Sie verlieren sich an
Eleganz, an bunte Gifte und an Selbstliebe. Mit forschendem Blick sucht
der Bürgermeister der Nacht nach dem Paradies im Moloch Hamburg.
Dieses Debutalbum klingt wie eine Reise durch eine Mythologie, die erst noch geschrieben werden muss. In geheimnisumwitterten Pophymnen beobachtet der Bürgermeister narkotische Schimpansen, die auf dem Hansaplatz alte
Polaroids verbrennen, hält sich die Nacht als Dreiecksmaske vors Gesicht, atmet Leichtmetall und spürt einer Opiumhöhle nach.
Achtung, Hamburger: Unter diesem Bürgermeister gelten neue Gesetze.
Feuerwerke werden verboten, Sternzeichen verachtet und alle menschliche
Arbeitskraft durch Maschinen ersetzt. Dieses Stück Musik ist ein Aufruf zu sexueller Ekstase, zu durchwachten Nächten und energischer Neuordnung der Wirklichkeit. Worte sollen wie Zähne sein, heißt es in "Are you angry or are you boring".
Der Bürgermeister der Nacht ist der Aufruhr und die Sehnsucht. Er ist genauso sehr Widerstand wie Scheitern, genauso liebevoll wie ungeniert.
Vorgetragen wird diese Provokation mit pulsierender Rhythmik, mit hypnotischen Keyboardklängen, Verzerrung bis zur scheinbaren Unkenntlichkeit und dem morbidem Charme antifolkiger Gitarren. Aus den soghaften Kompositionen Joachim Franz Büchners erhebt sich Fynn Steiners ungeschliffene Stimme,die nicht von ungefähr an Lou Reed erinnert.
Auch der Bürgermeister der Nacht widmet sich mit Hingabe dem unvermittelt Urbanen und benennt offensiv Verwandtschaften zu Kunst und
Literatur. Gilbert& George tauchen auf, Peter Handke wird (wenn auch
ohne Bart) zitiert, der Independent- Regisseur Peter Sempel wird als
Referenz genannt, Derrida diskreditiert, Bataille mitgedacht und dem
amerikanischen Schriftsteller Hubert Selby wird ein Nachfolger auf dem
Hamburger Hauptbahnhof angedichtet. Auch das ist charakteristisch, war
es doch Selby, der mit seinem lapidaren "Ich kann das Alphabet" seine
Karriere als Autor begann. Kurz darauf schrieb er seinen urbanen
Bestseller "Last Exit Brooklyn".

Zum Hit soll auch das hier vorliegende Demo „Küsse aus der Hölle“ werden, das einen umfassenden Einblick in intelligenten Urban- Pop gewährt, der seinesgleichen sucht. Wenn wir uns selbst überschätzen, dann aber mit Absicht. Offenen Auges und mit dem Rücken zur Wand sagen wir: Das Prickeln des Flirts mit der Dummheit durchsetzt uns mit Leichtigkeit. Wir wollen lieber übers Ohr gehauen werden, uns lieber trotzig zeigen, als das gar nichts passiert.
Wir, der wir Der Bürgermeister der Nacht sind, fordern dazu auf, dieses Demo durch und durch zu lieben, es zu protegieren und bis nach ganz vorne durchzuboxen.